Erbrechtliche Zuwendung in Form eines Vermächtnisses

Das Vermächtnis ist in der gesetzlichen Erbfolge nicht vorgesehen. Wenn der Erblasser kein Testament hinterlässt, wird auch kein Vermächtnis übergeben, dies erfolgt nur durch eine Verfügung im letzten Willen.

Viele Menschen sagen beim Vererben: "ich „vermache“ etwas". Tatsächlich meinen sie jedoch, daß sie dies oder jenes vererben. 

Der grundlegende Unterschied zwischen einem Vermächtnis und einem Erbe ist die Rechtsnachfolge. Der Erbe wird der offizielle Rechtsnachfolger und tritt mit allen Rechten und Pflichten in die Fußstapfen des Erblassers.
Der Vermächtnisnehmer hingegen wird bedacht mit bestimmten Dingen, die im Vermächtnis auch genau bezeichnet sind.

Durch eine sogenannte „Verfügung von Todes wegen“ - also beispielsweise ein Testament - erhält der künftige Erblasser die Möglichkeit, eine Erbfolge zu bestimmen, die den eigenen Vorstellungen und Zielen entspricht.

Im Testament des Erblassers sollte eine Vermächtnisanordnung ausdrücklich als solche formuliert werden. Diese kann beispielsweise durch den folgenden Formulierungsvorschlag für ein Geldvermächtnis erfolgen und muss handschriftlich oder in notariell beurkundeter Form verfasst werden. 

Die Verfügung von Todes wegen muss mit Orts- & Datumsangabe versehen und persönlich unterschrieben sein, um wirksam zu sein.

Hier ein Beispiel:

Mein Testament
Ich, Maria Mustermann, geb. am 16.09.1940 in Berlin, wohnhaft Dahlienweg 1 in 12345 Musterstadt, widerrufe alle früheren Verfügungen von Todes wegen und setze meine Tochter Mara Mustermann, geb. am 15.02.1966 in Musterstadt, wohnhaft Tulpenweg 1, 12345 Musterdorf, als Alleinerbin ein.

Hiermit ordne ich das folgende Vermächtnis an:
Der mildtätige Verein Spenden für die Ärmsten e.V., Hückeswagener Str. 120, 51647 Gummersbach, erhält im Wege eines Vermächtnisses einen Betrag in Höhe von ___ Euro (in Worten: Euro ______)
(Ort), den (Datum) (Handschriftliche Unterschrift Maria Mustermann)

Wir,Spenden für die Ärmsten e.V., sind für Vermächtnisse jedweder Art und jedweder Höhe dankbar. 

Wir alle sind - leider - potenzielle Erblasser. Bitte denken Sie an den Fall der Fälle und überlassen Sie, falls keine möglichen Erben vorhanden sind, nichts dem Staat, denn sonst ist ihr Nachlass verloren.

Kaum jemand möchte die staatliche Steuerverschwendung unterstützen, Steuergelder (zu denen dann auch ihr Nachlass gehört) werden in den Bau goldener Ämter und Marmorbauten geworfen.

Sorgen Sie bitte zu Lebzeiten dafür, daß Ihr Nachlass sinnvoll eingesetzt wird. Bei uns kommen die Spenden da an, wo sie gebraucht werden, dafür garantieren wir.
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Spenden für die Ärmsten e.V.